Hundeschule
Heutzutage ist es erfreulicher Weise bereits sehr bekannt, dass es Sinn macht mit einem Welpen von Anfang an auch in eine gute Hundeschule zu gehen. Aber der aufmerksame Leser fragt sich nun sicherlich, was ist denn eigentlich eine „gute Hundeschule“?
Diese Frage ist gar nicht so einfach zu beantworten und natürlich gibt es hier nicht nur gut und schlecht. Aber es gibt viele Hinweise darauf, ob eine Hundeschule eher zu den guten oder doch eher zu den – sagen wir mal „unqualifizierten“ Hundeschulen gehört, denn genau das Stichwort „Qualifikation“ macht hier den Unterschied.
Da sich in Deutschland leider immer noch jeder selbst zum Hundetrainer ernennen kann und die Berufsbezeichnung nicht geschützt ist, sollten die Trainer schon mal hinterfragt werden. Zum Beispiel sollten sie gerne Auskunft über ihre Ausbildung oder auch über besuchte Trainer-Seminare geben. Doch eine lange Liste an besuchten Schulungen macht leider immer noch keinen guten Trainer aus. Achten Sie für den Anfang am besten mal auf folgende Punkte und vergessen Sie bitte auch niemals ihr eigenes „Bauchgefühl“- denn in vielen Fällen werden Sie damit richtig liegen:
1. Wie ist der allgemeine Umgangston? Hört man die Trainer schon von weitem Brüllen, sollten Sie sich mal fragen, warum ein Lebewesen, das wesentlich besser zu hören vermag, als wir Menschen, eigentlich angebrüllt werden muss. Ist doch seltsam, oder? Fazit: Suchen Sie vielleicht noch ein bisschen weiter.
2. Wie viele Welpen pro Trainer sieht man da denn so? Eigentlich sollten es nicht mehr als 6-8 Welpen pro Ausbilder sein, denn darüber hinaus, wird es schon schwer alles im Blick zu haben und an entsprechenden Stellen Einfluss zu nehmen.
3. Welche Hilfsmittel werden eingesetzt? Starkzwangmittel, wie z.B. Stachelhalsbänder, jegliche Form von Würgehalsbändern, Leinenrucktechniken etc. sollten endlich abgeschafft sein – zum Glück wird in den meisten Hundeschulen gleich von vornherein darauf hingewiesen, dass der Einsatz solcher Sachen nicht geduldet wird und das ist auch gut so.
4. Die Welpenspielwiese sollte viele Reize für die Kleinen enthalten. Zum Beispiel verschiedene kleinere Übungsgeräte, Bällekiste, Tunnel, Flatterbänder etc., etc.
5. Das Training sollte abwechslungsreich gestaltet sein. Nur viele Welpen sich selbst zu überlassen ist einfach zu wenig. Achten Sie darauf, dass sich Spiel- und Übungssequenzen abwechseln.
6. Das Alter der Welpen sollte in etwa übereinstimmen. Welpen-, Junghunde- und Erwachsenen-Training sollte in klare Gruppen voneinander getrennt angeboten werden. Toll ist es auch wenn es für die Zwergen-Rassen noch eine Extra-Gruppe gibt.
Ein sehr hilfreicher Tipp zur Einschätzung ist da noch dieser: Achten Sie mal darauf, wie die anderen Hundehalter mit Ihren Vierbeinern das Gelände betreten. Folgen die Hunde ihren Besitzern einfach nur (oder lassen sich gar hinziehen?) oder ziehen die ausgelassenen kleinen Racker ihre Besitzer in die Hundeschule??? Es ist wohl nicht schwer zu erraten, bei welcher Variante es sich wohl um die bessere Hundeschule handeln wird. Training mit dem Hund soll allen beteiligten Spaß machen! Denn mit Spass geht alles leichter.
