Sicherheit im Straßenverkehr
Weltweit gibt es nach wie vor jährlich über eine Million Verkehrstote! Diese Zahl zeigt auf, wie wichtig es ist die Sicherheit im Straßenverkehr ernst zu nehmen.
Es sind nach wie vor dramatische Zahlen, obwohl sich in den letzten Jahren ohne Frage viel getan hat. Dennoch kommen immer noch - und das allein bei uns in Deutschland - hunderte Menschen im Straßenverkehr ums Leben. Ganz zu schweigen von den vielen tausend, die alljährlich verletzt werden.
Weltweit gesehen, geht die Versicherungsbranche sogar von rund 1,2 Millionen Verkehrstoten aus. Und das jedes Jahr.
Dass die Zahlen hierzulande eher rückläufig sind, hat verschiedene Ursachen: Autos, die immer sicherer werden, die Senkung der Promillegrenze, aber auch all die kleinen Helfer wie Reflektoren für Fußgänger oder die grell-bunten Warnwesten, die heute im Fahrzeug Pflicht sind. Denn nicht selten passiert es, dass Fahrer und Insassen dank Airbag und moderner Karosse zunächst unverletzt ihrem Wrack entkommen und erst danach von anderen Fahrzeugen erfasst werden.
Wobei die moderne Technik mitunter auch zum Problem wird: Denn bereits die Geräuschdämmung verhindert, dass wir die tatsächlich gefahrene Geschwindigkeit noch bewusst wahrnehmen. Spurassistenten und Antischlupfsysteme tun ihr Übriges und wiegen viele Fahrer in einer trügerischen Sicherheit, so dass schlechte Straßenverhältnisse schlichtweg ignoriert werden.
Eine angepasste Geschwindigkeit ist jedoch nach wie vor die Waffe im Straßenverkehr, mit der die eigene wie auch die Gesundheit von Fußgängern geschützt wird. Die sind nämlich immer das schwächste Glied im Straßenverkehr, das - gerade in der dunklen Jahreszeit -, in einer latenten Gefahr schwebt.
Sehen und gesehen werden lautet hier die oberste Devise. So wie jeder Fahrzeuglenker im Herbst die Lichtanlage seines Autos überprüfen sollte, darf man sich daher als Fußgänger - modisches Aussehen hin, modisches Aussehen her -, nicht scheuen, Reflektoren oder akku-betriebene Leuchten an seiner Kleidung zu befestigen. Besonders dann, wenn diese eher dunkel und damit in der Dämmerung nur schwer auszumachen ist.
Speziell dann, wenn man - etwa als Hundehalter - noch spätabends auf Landstraßen unterwegs ist, sollte man zudem eine Warnweste anlegen, wie sie heute von Polizei und Rettungsdiensten ganz selbstverständlich genutzt wird. Diese Warnwesten sind, neben ihrer auffälligen Färbung, meist noch zusätzlich mit Reflektoren ausgestattet, so dass sie einen optimalen Schutz darstellen.
Auch als Eltern sollten wir stets mit gutem Beispiel vorangehen. Das heißt: Nicht nur den Nachwuchs, sondern auch sich selbst anschnallen und stets alle Verkehrsregeln einhalten.
Experten glauben nämlich, dass Kinder auch bei der Verkehrserziehung nachhaltig durch Vorbilder geprägt werden und ab etwa 4 Jahren positive wie auch schlechte Angewohnheiten nachahmen. Daher nützen Schülerlotsen mit Warnwesten, die unseren Kindern auf dem Schulweg zu Seite stehen, allein nur wenig, wenn wir nicht auch in unserer Freizeit mit gutem Beispiel vorangehen und alle Verkehrsregeln einhalten!